Frauenhaus Warendorf
02581 / 78018

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern!

*** Sarah Simon *** Gaby van Stephaud *** Gerd Nergert *** Aike Elling *** Alexander Markowski *** Gertrud Röttger *** Michael Bergmann *** Elisabeth Beckers *** Karin Alltrock *** Gaby Bergmann *** Krimphoff *** Marion Simon *** Anneli Krieter *** Alexander Markowski *** Gertrud Rammler *** Julia Artmann-Eichler *** Melanie Schiller *** Ingrid Aebert *** Anneliese Wagner *** Melanie Müller *** Christiane Busmann *** Judith Grothues *** Ulrike Pletzing-Wiemeyer *** Kathrin Menke *** Martha und Ralf Dittrich *** Ulrike Greßhake *** Margot Kortmann *** Elfriede Krieter *** Christa Tilly

 

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Kann ich noch mehr über die Hintergründe erfahren? Na klar!

Im Jahr 2008 haben 115 Personen (60 Frauen und 55 Kinder) Schutz im Frauenhaus gesucht. Die Zimmer im Frauenhaus waren durchgehend ausgelastet. Das zeigt, wie dringend die Einrichtung benötigt wird.

Im Jahr 2006 strich das Land NRW ersatzlos eine von vier Personalstellen. Unter dem ersten Schock dieser Kürzungen hatten wir versucht, alle angebotenen Leistungen zu überprüfen und auf ein Minimum zu reduzieren. Insbesondere schränkten wir die Alltagsbegleitungen, Kinderbetreuungszeiten und die Nachbetreuung der Bewohnerinnen ein. Der Schulkinderbereich entfiel zeitweise ganz.
Daraufhin haben wir sehr schnell feststellen müssen,

  • dass die Frauen und Kinder sich nicht mehr gut aufgehoben fühlten und die bestehenden Beratungsangebote viel weniger wahrnahmen. Stattdessen verließen sie das Frauenhaus schneller, und häufiger ohne eine neue Perspektive.
  • Auch die Entstehung einer tragfähigen Gruppenstruktur, die einen wesentlichen Beitrag zu den im Frauenhaus angestrebten Veränderungen leistet, war erschwert, oder kam kaum noch zustande.
  • Im Team führten die Einsparungen an Übergabe- und Besprechungszeiten letztendlich zu weniger Effektivität.

Unter einem "Sprechstundenmodell" funktioniert das ganzheitliche Konzept des Frauenhauses nicht. Stattdessen ist es sehr wirtschaftlich, sich Zeit und Ruhe für die Arbeit mit gewaltbetroffenen Frauen und Kindern zu nehmen. Im günstigen Fall gelingt der Frau der Einstieg in ein gewaltfreies Leben, und der Schutz ihrer Kinder vor weiterem Leid.

Das Frauenhaus bietet sowenig Hilfe wie möglich - aber soviel Hilfe wie nötig.

Dafür haben wir in fast dreißig Jahren Standards entwickelt und immer weiter optimiert. Die personelle Ausstattung von vier vollen Stellen ist das absolute Minimum für diese Arbeit. Deshalb finanzieren wir weiterhin bis zu einer neuen politischen Lösung die vierte Stelle eigenständig. Das Frauenhaus war und ist mehr als ein Dach über dem Kopf. Und soll es bleiben.

Mit der großen Spendenkampagne "1000 Rettungsringe für das Frauenhaus" konnten wir zu unserer großen Erleichterung soviel erwirtschaften, um die akute Gefährdung abzuwenden und mit der bisherigen Personalstärke weiterzuarbeiten.

Die Werbung um Einzelspenden hat uns zwar bisher den großen Rückhalt gezeigt, den das Frauenhaus mittlerweile in der Bevölkerung hat - ist aber auch sehr zeitaufwendig und braucht immer wieder neue Aktionen und Ideen. Auf die Dauer können wir das nicht mehr neben unserer sehr anstrengenden Arbeit leisten.

Auf diesem Hintergrund wird die große Bedeutung regelmäßiger Zuwendungen deutlich. Das ist Geld, mit dem wir rechnen, und unsere Personalsituation solide planen können.

Mit dem Förderverein haben wir die Möglichkeit geschaffen, sowohl Mitglieder, die regelmäßige Beiträge bezahlen, als auch ehrenamtliche Mitfrauen zur Entlastung der Mitarbeiterinnen zu finden.